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Reisen mit Reise Rat·Thema des Monats November 2007

Die Tourismus-gestörte Umwelt

Massentourismus ruiniert die Umwelt. Das ist, schlicht gesagt, das Ergebnis einer amerikanischen Studie.

Der "National Geographic Traveler" hat, unterstützt von der George Washington University, 500 Experten auf das Thema losgelassen: Welche Einflüsse hat der Tourismus auf bestimmte Gebiete? Praktischerweise nahm man sich eine große Zahl von Inseln vor. Wo hat der Tourismus Gutes bewirkt, indem er Arbeit und Aufschwung brachte? Wo hat er Umwelt ruiniert, kulturelle Eigenständigkeit oder soziale Strukturen gestört?

Wie die zwei Dutzend am besten und am schlechtesten bewerteten Inseln heißen, sehen Sie unten. Die Ergebnisse sind sicherlich sehr korrekt, wahrscheinlich sogar wissenschaftlich haltbar.

Leider sind sie auch ein wenig kindisch, denn sie gehen am Problem voll vorbei.

Die hochgelobten Faröer-Inseln, Norwegens Lofoten oder Chiles Insel Chiloé sind zwar wunderschön, aber touristisch reichlich uninteressant. Wer will da schon hin?

Die Menge der Mitbürger, die bei TUI oder Neckermann (und das dürften in Deutschland die meisten sein) einen Urlaub buchen, wollen nichts anderes als einen weiten weißen Strand, ein aufregendes kostenloses Abendprogramm, ein bequemes Hotel und dort ein üppiges unbegrenztes Frühstücksbuffet, von dem man einen guten Teil heimlich an den Strand mitnehmen kann. Als Mittagessen.

Das ist nun mal so. Wen interessiert da die ökologisch etwas betulich betrachtete Umwelt?

Deutschlands charmante und blitzgescheite Touristik-Professorin Felizitas Romeiss-Stracke sprach einst, sehr privat, etwa so: "Eine ideale Lösung für alle wären erstklassig geführte Ferienklubs in zauberhafter Landschaft. Ein Zaun drumherum. Keiner darf raus, keiner darf rein. Will ja auch keiner."

Leider ist das nicht ganz durchführbar. Aber zu denken, dass es - bleiben wir bei den Inseln - solche Gebiete gibt, die sich voll dem Tourismus öffnen und auf ihre einst bewundernswerte Ökologie schlichtweg verzichten - warum denn nicht?

Man müsste eine Lösung finden, andere Gebiete naturbetont gut zu erhalten. Und ihnen den dadurch entgehenden touristischen Geldsegen irgendwie zu entgelten.

Ob das möglich ist? Man könnte es ja mal untersuchen.

Die am besten bewerteten zwölf Inseln:

Faröer-Inseln (Dänemark) 87 Punkte
Azoren (Portugal) 84 Punkte
Lofoten (Norwegen) 82 Punkte
Shetland-Inseln 82 Punkte
Chiloé (Chile) 82 Punkte
Isle of Skye (Schottland) 81 Punkte
Kangaroo Island (Australien) 80 Punkte
Mackinac Island (USA) 80 Punkte
Island 80 Punkte
Molokai (Hawaii) 79 Punkte
Aran-Inseln (Irland) 78 Punkte
Texel (Niederlande) 78 Punkte

Die am schlechtesten bewerteten zwölf Inseln:

St. Thomas (Jungferninseln) 37 Punkte
Ibiza (Spanien) 37 Punkte
Turks und Caicos 44 Punkte
Jamaika 44 Punkte
Hilton Head (USA) 45 Punkte
Phuket (Thailand) 46 Punkte
Key West (USA) 46 Punkte
Oahu (Hawaii) 46 Punkte
Cozumel (Mexiko) 47 Punkte
St. Martin (Frankreich) 47 Punkte
Roatán (Honduras) 47 Punkte
Gran Cayman 47 Punkte

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