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Reisen mit Reise Rat·Thema des Monats März 2008

Eine Zeitschrift ist tot

Auf dieser Seite sollten eigentlich einige interessante Fakten stehen, die bei der ITB in Berlin ans Licht kamen - der weltgrößten Touristikmesse, die Anfang des Monats stattfand.

Stattdessen gibt es hier jetzt nur ein Faktum: einen Nachruf.

Einen Nachruf über eine Zeitschrift, die bei der ITB zum letztenmal erschien: der TOURISTIK REPORT. Er war ein Fachblatt, aber viele private Nutzer von REISERAT lasen ihn, weil es nützlich war - auch für unprofessionelle Vielreisende. Wir haben in REISERAT immer wieder aus diesem Blatt zitiert.

Der Abschied war kurz, die Überraschung groß: Man bekam das ITB-Heft, die wohlgebaute Nummer 5 des Jahres. Und las auf Seite drei: "Die vorliegende Ausgabe ist die letzte des TOURISTIK REPORTs."

Gegen Ende des üblichen Fachkommentars auf der letzten Seite stieß man auf einen schlichten Satz: "Der TOURIST REPORT war schon immer stolz darauf, eine freche und kritische Fachzeitschrift zu sein. Dass es damit nun vorbei ist, bedauern wir..."

Wir auch. Noch im Heft davor war ja zu lesen, was der TOURIST REPORT für die nächsten Monate vorhatte. Das ist nun Schnee von gestern. Dem Verlag reichte offenbar das Geld aus Abonnements und Anzeigen nicht. Schluss.

Wirklich schade. Die Zahl guter touristischer Fachblätter ist klein. Wer miterlebte, wie vor 27 Jahren der TOURISTIK REPORT gegründet wurde und sich dann erstaunlich entwickelte, hatte ständig Spannendes zu lesen. Heiner Berninger - Gründer, Herausgeber und viele Jahre auch Chefredakteur des Blattes - war ein kritischer und unerschrockener Journalist, der in der damals sehr sanften Tourismus-Branche wie ein Wirbelwind herumfegte.

Der Touristiker Karl Born, einst hochkarätiger Boss im Vorstand der TUI und jetzt Professor in Wernigerode, schreibt anerkennend: "Da Stil und Ausdruck ... sehr scharf waren, hatten alle immer viel Freude am Lesen, Sofern sie nicht selbst Zielscheibe der Kritik waren."

Und, nach Borns langjähriger praktischer Erfahrung: "Natürlich konnte man als Manager ein wenig Vor-Checking machen. Zum Beispiel, wenn man nach dem Hinweis der Sekretärin "Heiner ist am Telefon!" sofort Rede und Antwort stand. Ein Glück, dass viele Aufsichtsräte nicht wussten, dass sie in der Prioritätsstufe hinter dem Chefredakteur des TOURISTIK REPORT standen."

Nun ist ein wichtiges Sprachrohr verstummt. Welches Fachblatt sollen jetzt die Eingeweihten lesen? Chefredakteur Jürgen Scharrer gab gedruckt den guten Rat: "Weil das der letzte Kommentar im TOURISTIK REPORT ist, soll zum Schluss auch mal unser großer Konkurrent FVW gelobt werden. Das ist schon echter Qualitätsjournalismus, vor dem wir jetzt mal öffentlich den Hut ziehen."

Ein nobler Abschied. Und ein guter Tipp: FVW ist die sehr professionelle "Fremdenverkehrswirtschaft".

Wir geben Scharrers Rat gern weiter: www.fvw.de.

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