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Reisen mit Reise Rat·Thema des Monats Juli 2008

Wenn der Streik gegen den Urlaub ist

So gewaltig hatte man sich den Flug-Streik der letzten Tage dann doch nicht vorgestellt. Was da an Flügen ausfiel, war kaum zu zählen. Und so schwankten die offiziell verkündeten Zahlen denn auch zwischen 400 und 1000 Flügen - pro Tag.

Wenn Grobschmiede oder Feinmechaniker streiken, dann trifft das nur die Vertragspartner: Die Arbeitgeber, die Industrie.

Wenn aber bei der Bahn oder bei den Airlines gestreikt wird, dann klagen zwar auch die betreffenden Firmen, weil ihnen Umsätze entgehen. (Immerhin sparen sie ein wenig an Elektrizität und Flugbenzin.)

Wer bei solchen Streiks böse leiden muss, das sind die unschuldigen Fahr- und Fluggäste. Die stehen, oft mit schwerem Gepäck, am Bahnhof oder am Flughafen und kommen nicht weiter. Geschäftstermine platzen, die schönsten Urlaubstage werden ruiniert.

Weil ja nicht ausgeschlossen ist, dass es bei den Fluggesellschaften alsbald neue Streiks gibt, haben wir uns von der ARAG - der Allgemeinen Rechtschutz-Versicherung - klarmachen lassen, was man als Flugpassagier tun kann, um wenigstens noch mit einem blauen Auge davonzukommen.

Die ARAG sieht da grundsätzlich drei Möglichkeiten. Die erste: Man hat einfach nur einen Flug gebucht hat und verlangt schlichtweg das Fluggeld zurück. Bei der zweiten, wenn man etwa einen Pauschalurlaub gebucht hat, ist es weit komplizierter. Die Fluggesellschaft gibt das Fluggeld zurück - aber beim Pauschalurlaub wurden ja auch Quartier und Verpflegung schon bezahlt. Die bekommt man von niemandem erstattet, auch nicht vom Reiseveranstalter - die sind dahin.

Es sei denn, man findet eine andere Möglichkeit, zum Urlaubsort zu kommen. Das bedeutet meist, dass man anders fliegen muss und oft vom neuen Ankunfts-Flughafen eine zusätzliche Reisemöglichkeit in den Urlaub braucht. Das bezahlt dann die Fluggesellschaft - aber nicht die Urlaubstage, die man bei einem solchen Umweg verliert.

Möglichkeit Nummer drei gilt nur für innerdeutsche Flüge und hat eine ganz einfache Lösung: Bei einem Streik gelten alle Flugtickets auch auf der Bahn. Wenn aber durch den längerdauernden Transport auf der Schiene Omas Geburtstag versäumt wird oder gar ein Geschäft flöten geht - dafür geben die Fluggesellschaften nichts. Man könnte sie allenfalls wegen "schuldhafter Pflichtwidrigkeit" belangen. Aber das bringt nicht viel; Streik gilt nun einmal als "Höhere Gewalt".

Wer wegen eines Streiks länger als zwei Stunden im Flughafen warten muß, kann sich von der Fluggesellschaft mit Getränken und einem Imbiß bewirten lassen. Zieht sich die Warterei über Nacht hin, wird auch ein Hotel bezahlt. Da warnen ARAG-Experten allerdings vor überzogenen Luxus-Vorstellungen. Denn das Hotel wird von der Fluggesellschaft ausgesucht.

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