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Reisen mit Reise Rat·Thema des Monats Dezember 2008

Finanzkrise nicht spürbar?

Die aktuelle Wirtschaftskrise veranlasst die Hälfte aller Tageszeitungen, täglich neue jammervolle Überschriften zu erfinden. Aber die Deutschen, dieses frivole und unbelehrbare Volk, haben dennoch nicht auf die Weihnachtseinkäufe verzichtet. Und, was uns hier vor allem interessiert, auch nicht auf das Buchen von Urlaubsreisen.

Die Zahlen, die man da von Fachleuten zu hören bekommt, sind geradezu erstaunlich. Viele attraktive Ziele waren über die Weihnachtstage schlicht ausgebucht. Und das komplette Wintergeschäft hat bei vielen Reiseveranstaltern gegenüber dem Vorjahr sogar zugenommen - zum Teil, was man gar nicht glauben mag, im zweistelligen Prozentbereich.

Nach Nordamerika und Nordafrika reisen in diesen Monaten weit mehr Deutsche als im Vorjahr, meldet der Deutsche Reise-Verband. Aber auch Südafrika und die Karibik sind sehr gefragt. Sowie Städtereisen - nicht nur in Europa. New York, Singapur und Dubai melden Erstaunliches.

Nun gut, der gegenüber dem Dollar recht starke Euro bewirkt da Vieles. Aber auch auf den Kanarischen Inseln oder in Österreich wird der Euro verlangt - und dort geht es zur Zeit touristisch ebenso flott zu.

Das trifft ganz offenbar auch für Deutschland zu. Vom Deutschen Tourismusverband hört man die Botschaft: "Die Finanzkrise ist in der deutschen Tourismusbranche bisher nicht spürbar." Und die angesehenen Marktforscher der Firma GfK verkünden: "Von der Finanzkrise und der Rezession im eigenen Land lassen sich die Deutschen die Lust auf Urlaub nicht verderben." Deutsche Reisebüros hätten bei Buchungen für die Wintersaison 2008/2009 rund 13 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr verzeichnet. Obwohl die Deutschen für ihre Winterferien vielfach mehr Geld ausgeben mussten: im Schnitt neun Prozent mehr als im Vorjahr.

Für die deutsche Urlaubswelt ist diese Entwicklung - so sehr das den allgemeinen Marktbetrachtungen zu widersprechen scheint - nicht so schlecht. Sie hilft den Reiseveranstaltern, über das eine oder andere kühne Projekt neu nachzudenken, ihre Kapazitäten besser zu nutzen, streng ihre Kalkulationspläne zu kontrollieren und so auch für die nächsten Monate kundengerecht zu planen. Sie schränkt damit den Last-Minute-Tourismus ein, der in der letzten Zeit schon viele normal bezahlende Urlauber sehr verärgert hat. Und sie kann durch all dieses wohl vermeiden, dass Reiseveranstalter pleite gehen.

Das könnte einem ja egal sein - wäre es nur das Geld dieser Firmen, das dabei flöten geht. Aber so ist es ja nicht: es sind die Urlauber, die im Reisebüro brav in die Vorkasse gingen und dann plötzlich ohne Geld und Ferienvergnügen dastehen. Oder die sogar verzweifelt auf Hawaii sitzen, weil die Airline, die sie zurückbringen sollte, nicht mehr mitmacht.

Diese wirtschaftliche Entwicklung könnte also der allgemeinen Seriosität im Urlaubsgeschäft sehr nützen. Und das wäre ja nicht schlecht.

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