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Reisen mit Reise Rat·Thema des Monats Mai 2009

Frankens Silvaner kam aus Österreich

Es gibt vielerlei Gründe, ein Jubiläum zu feiern. Aber den Süffigsten haben die nordbayerischen Franken gefunden: 350 Jahre Silvaner.

Es war im Jahre 1659. Da wurde der Silvaner in Franken heimisch. Wie das kam und warum es gerade der Silvanerwein war, hat man mit detektivischem Aufwand erforscht. Moderne Gen-Analysen haben in den letzten Jahren noch allerlei an den Tag gebracht. Demzufolge stammt der Silvaner nicht aus dem Balkan, aus Transsylvanien oder sogar aus Kleinasien, wie schon kühn behauptet wurde, sondern schlicht aus den österreichischen Bergen - ein Naturprodukt, das aus den Weinsorten "Traminer" und "Österreichisch Weiß" erwuchs.

Zisterziensermönche holten die Reben ins Flachland. Der mit Reben handelnde fränkische Wirt Georg Krauß ließ die ersten 25 Silvaner- Weinstöcke nach Castell bringen, 30 Kilometer östlich von Würzburg - in das Gebiet, das heute als "Fränkisches Weinland" einen guten Namen hat. Und so kann man es nachlesen: "Am 5. April 1659 ließ der Gräflich Castell'sche Amtmann Johann Georg Körner 25 Österreicher Fechser (= Rebstöcke) in Obereisenheim abholen. Jacob Heyd aus Castell pflanzte sie am Mittwoch nach Ostern in die herrschaftlichen Weinberge."

In Obereisenheim, einem kleinen Ort am Main, 15 Kilometer nordwestlich von Würzburg, wohnte jener Wirt, der die ersten Silvanerreben heranschaffte, damit sie in Castell gepflanzt werden konnten. Be dem Ort hat man neuerdings einen sechs Kilometer langen Silvaner-Erlebnisweg angelegt.

Der Silvaner verbreitete sich in Franken, nachdem der Abt von Ebrach ihn 1665 auch auf der bekannten Würzburger Weinlage "Stein" anpflanzen ließ, und war dann nach und nach in ganz Deutschland zu finden. Es gab eine Zeit, da trug jeder zweite deutsche Weinstock Silvanertrauben. Das ließ dann aber nach; heute wächst noch in fünf Prozent der deutschen Weinberge Silvaner. Anders in Franken: Hier findet man ihn nach wie vor auf 21 Prozent der Anbauflächen, an zweiter Stelle nach dem Müller-Thurgau. Und er ist, unbezweifelbar, ein erstklassiger gastronomischer Begleitern zahlreicher Gerichte vor allem der heimischen Küche. Und zur Zeit passt er wundervoll zum Spargel.

Dass man dazu nun ein Jubiläum feiert, ist nicht mehr als recht und - wenn man den Silvaner in Franken günstig einkauft - auch billig. Dazu gibt es nun in Franken über 200 Veranstaltungen, bis zur Weinlese im Oktober. Das sind geführte Weinberg-Wanderungen, Fachseminare, Volksfeste und Weinproben aller Art. In diesem Monat, am 8. Mai, wurde der "Silvaner Sommer" in Würzburg eröffnet - mit einem "fliegenden Weinberg": 350 junge Silvaner-Reben flogen an großen grünen Ballons in alle Welt.

Auf Ihr Wohl!

Noch mehr Informationen:
www.franken-weinland.de
www.frankenwein-aktuell.de
www.gaesteführer-weinerlebnis.de

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