Die Insel La Gomera ist urwüchsig und zerklüftet - mit Steilküsten, Stränden und üppiger Vegetation an den Berghängen.
Unter den vielen, abwechslungsreichen und eindrucksvollen Landschaften
ist der Nationalpark Garajonay das erlebnisreichste Gebiet. Die UNESCO
hat ihn zum Nationalerbe der Menschheit erklärt - der höchsten
Kategorie für eine geschätzte Landschaft. Hier stehen noch Teile
des Lorbeerwaldes, der einst große Teile der Berge bedeckte. Ein
dichtes Netz von Wanderwegen durchzieht den Park. Das Park-Zentrum Juego
de Botas organisiert geführte Wanderungen, die vor allem für
botanisch Interessierte durchaus lohnend sind.
Auch außerhalb des Parks gibt es auf dieser Insel zahllose, zum Teil abenteuerliche Wanderwege, teils durch tiefe Schlichten und über schroffe Berge. Es sind alte Saumpfade, auf denen die Inselbewohner jahrhundertelang das sehr schwierige Gelände durchquerten. Viele Pfade bieten nicht nur hervorragende Aussichten, sondern lassen auch noch erkennen, wie schlicht man hier einst lebte.
Ein noch lebendiger Beweis für die Verständigungsprobleme in dieser Bergwelt ist die Pfeifsprache "Silbo", mit der man sich von Berg zu Berg über weite Entfernungen verständigen konnte. Telefon und Handy haben Silbo überflüssig gemacht, aber manche ältere Bewohner von La Gomera beherrschen Silbo noch.
Der Tourismus zeigt auf La Gomera noch keine lästigen Spuren. Es gibt allerdings einige erstklassige Hotels, sonst aber sind die Unterkünfte eher dem traditionellen ländlichen Ambiente angepaßt.
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