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SCHIFFSREISEN·BORDLEBEN III

Das Schiff legt ab

Also, gehen wir an Bord! Von seemännisch rauhen, aber höflichen Händen wird der neue Passagier über die ersten Stufen der Gangway geleitet.

Ein Steward bringt ihn dann meist zum Glasverschlag des Zahlmeisters, läßt sich dort die Kabinennummer zurufen und lotst die Landratte steile Treppen hinunter und enge Gänge entlang. Damit weiß der erfahrene Passagier: Dies ist ein ziemlich alter Kahn. Wäre es ein neuer, hätte man einen der zahlreichen Lifte genommen.

Der Steward klinkt eine Tür auf, macht einen Diener - da steht man in seinem Zimmerchen, entdeckt sein Gepäck und ist, sozusagen, zu Hause. Und das ist der große Vorteil einer Schiffsreise: Man hat, wie eine Schnecke, sein Haus immer dabei und muß, selbst wenn man 48 000 km rund um die Welt fahrt und dabei in 24 Häfen anlegt, niemals unterwegs die Koffer packen.

Eigentlich war die Fürsorge des Stewards ganz umsonst, denn nur ausgepichte Globetrotter bleiben nun in der Kabine, um auszupacken oder gar ein Nickerchen zu machen. Jeder andere dreht auf dem Absatz um, eilt die Gänge entlang und die Treppe wieder hinauf, natürlich die falsche Treppe, verirrt sich, erreicht glücklich ein offenes Deck ist nur noch Auge und Ohr.

Ein Schiff, sich zur Abfahrt fertigmacht, ist ein faszinierendes Schauspiel. Matrosen hieven mit Hebekränen oder über Förderbänder die letzten Lasten an Bord, verspätete Passagiere erklettern, etwas außer Atem, die Gangway, die Schiffspfeife tutet hohl und erschreckend.

Die Bordbar ist offiziell noch nicht geöffnet, denn noch gelten die Zollbestimmungen. Aber natürlich hat der Barkeeper immer zwei, drei Flaschen in Reserve, die sich besonders gut mit dem Zoll verstehen. So werden jetzt an der Bar die ersten Bekanntschaften geschlossen, die bis zum letzten Reisetag halten und schrecklich viel Geld kosten, weil die Getränke auf dem Schiff so billig sind.

Dann tutet es nochmals, die 20 000 Pferdestärken im Keller des Schiffes beginnen zu stampfen, die Bordmusikanten zu spielen. Nein, sie haben sich nicht an Deck aufgestellt, und sie spielen auch nicht "Muß i denn, muß i denn zum Städtele hinaus...". Das findet so nur im Fernsehen statt.

Nein, sie sitzen gemütlich im Salon und geigen einen Tango.

Und dann macht das Schiff das, was Schiffe immer zu tun pflegen, obwohl kein Mensch sich vorstellen kann, wie: Es sticht in See.

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>> Und jetzt geht es endlich an Bord
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>> Der schöne Tag geht zu Ende

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